05.06.2018
Erste Impressionen von der Berliner Jugendjury und eine kurze Rundschau der Ergebnisse.
Die Berliner Jugendjury traf sich am 23. Mai zum inzwischen zweiten Mal, um über die Förderung von verschiedenen Projektvorschlägen zu entscheiden. Ideen reichten von einem Musical-Projekt über einen Workout-Park für Jugendliche bis hin zu einem Talentwettbewerb. Die Jury setzte sich dabei aus jeweils zwei Vertreter*innen der Projekte zusammen, die sich für eine Förderung beworben haben.
Gegen 17 Uhr sammelten sich die Bewerber*innen im Jugendclub IKARUS in Mitte, um für ihre Projekte zu werben und so eine Finanzierung zu erlangen. Nachdem sich alle geordnet und orientiert hatten, ging es dann mit leichter Verspätung endlich los!
Von den insgesamt 16 Projektvorschlägen, die sich angemeldet hatten, erschienen 14 Initiativen mit insgesamt 23 Vertreter*innen - diese Anzahl an Teilnehmer*innen war so überraschend groß, dass in dem Konferenzraum zusätzliche Stühle hineingestellt werden mussten. Nachdem auch diese kleine Hürde genommen wurde, ging es dann schließlich weiter mit einem kleinen Auflockerungsspiel, durch das sich die Jugendjurymitglieder besser kennenlernen sollten, um eine angenehmere und entspanntere Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Denn darum ging es schließlich auch an diesem Abend – möglichst viele Programmpunkte in sehr kurzer Zeit abzuarbeiten. Unterstützt und geleitet wurden die Jugendlichen von den Moderatorinnen Janine Rittel vom Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf, Frauke Groner vom Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf sowie Alina Schmitz, Mitglied der Fachjury des Jugend-Demokratiefonds.
Im nächsten Arbeitsschritt wurde gemeinsam analysiert, über welche Verteilungsschlüssel man das Geld vergeben könne. Neben Meldungen wie „gemeinsamen Konsens finden“, „gleiches Geld für alle Projekte“ gab es ebenfalls den kreativen Vorschlag, das bewilligte Projektgeld einfach zu erhöhen… Leider ließ sich eine solch einfache Lösung nicht bewerkstelligen, weshalb jedes Projektmitglied sich auf einen debattenreichen „Kampf“ um die Fördermittel einstellen musste. Denn von den 14 anwesenden Projektgruppen wurden insgesamt 45.362,40 € beantragt, denen jedoch „nur“ 27.000 € Fördermittel zur Verfügung standen. Nun war es an den Arbeitsgruppen, auszuhandeln, welches Projekt wieviel von der beantragten Summe erhalten sollte. Dafür wurde die große Gruppe in zwei kleinere gegliedert. Es folgten spannende Pitch-Vorträge zu den einzelnen Projekten, wo vorgestellt wurde, welche Zielstellung und Finanzplanung für das jeweilige Projekt vorlag.
Nachdem die Jurymitglieder*innen (und gleichzeitig Antragsteller*innen) jeden Pitch gehört und mit Fragen gelöchert hatten, ging es ans Eingemachte! Es wurde heiß debattiert, abgewogen, argumentiert und verworfen. Nach einigem Hin und Her wurden dann schließlich die Entscheidungen getroffen, die annähernd jeden in diesem Raum zufrieden stimmte.
Folgende Projekte konnten sich über eine Förderzusage freuen und im Anschluss ihren Scheck vom Projektbüro des Jugend-Demokratiefonds in Empfang nehmen: