Online-Diskussion: Partizipative Perspektiven der repräsentativen Demokratie

Im Rahmen der Reihe “‘Vom Klassenrat zum zivilen Ungehorsam’ – Partizipation in der Demokratie und der Auftrag der politischen Bildung” veranstaltet die Berliner Landeszentrale für politische Bildung eine abschließende Podiumsdiskussion.

Ort

Online

Veranstalter
Berliner Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für politische Bildung, Landesverband Berlin und der Freien Universität Berlin, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft

Termine
Mi, 17.02.2021, 16:15 Uhr - 17:45 Uhr

Zu Gast in der Gesprächsrunde sind Daniela Kolbe (MdB, SPD), Prof. Dr. Alexander Wohnig (Uni Siegen), Paulina Fröhlich (Das Progressive Zentrum) und Anna Stahl-Czechowska (Agit Polska e.V. und EAF Berlin e.V.).

Veränderungen unserer Demokratie sowie das Verhältnis derselben zur politischen Bildung in ihren facettenreichen Angeboten in Schule, außerschulisch, mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen stellten die Schwerpunkte der Veranstaltungsreihe dar. Herausforderungen durch Rechtsextremismus und Diskriminierung wie auch Fragen nach Gelingensbedingungen für sozialräumliche Demokratieentwicklung und post-migrantische Gesellschaften wurden diskutiert. Die Abschlussdiskussion will in die Zukunft blicken. Sie will Handlungsansätze identifizieren und diskutieren: Was muss in Politik und in der politischen Bildung getan werden, wenn mehr demokratische Alltagserfahrungen für alle möglich werden sollen?

Über die Veranstaltungsreihe
Unser System demokratischer Herrschaft befindet sich im rasanten Wandel:

  • Neue Formen der Bürgerbeteiligung bzw. Partizipation, insbesondere auf kommunaler Ebene, entstehen. Deren Chancen und Grenzen, Bürgererwartungen und rechtliche Verankerung sind umstritten.
  • Im internationalen Menschenrechtsdiskurs ist ein Recht auf politische Teilhabe verankert. Dessen Relevanz für Menschen ohne deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft in Deutschland ist erst in Ansätzen rezipiert.
  • Kinder und Jugendliche erfahren zunehmend demokratische Alltagsgestaltung bzw. Mit- und Selbstbestimmung in ihren Familien, ganz im Gegensatz zum sozialen Nahraum und zur Schule. Gleichzeitig haben sich ihre Lebenswelten grundlegend verändert. Es bricht sich eine neue „Politisierung“ angesichts existenzieller Herausforderungen wie dem Klimawandel Bahn.
  • Die soziale Spaltung der politischen Teilhabe bei Wahlen, und noch stärker bei partizipativen Formen der Demokratie, nimmt zu. Horizontale (Ausgrenzung) und vertikale (Ausbeutung) Formen der Ungleichheit verschränken sich auf vielfältige Weise und erschweren Prozesse der Solidarisierung.
  • Rechtspopulismus, neu-rechte Attacken auf den demokratischen Diskurs, auf gesellschaftliche Akteure und Institutionen sowie Rechtsterrorismus fordern nicht nur das plurale Verständnis von Demokratie mit Minderheitenschutz, Sozialstaatsverständnis, Gleichheitsprinzip usw. heraus, sondern bedrohen Menschenwürde und Menschenleben. Aus Meinungsstreit zwischen politischen Gegnern wird politische Feindschaft mit dem Versuch der Delegitimation.

Demokratie und politische Bildung sind wechselseitig aufeinander angewiesen. Die Veranstaltungsreihe ist ein Angebot, diese Herausforderungen und Chancen der politischen Bildung gemeinsam mit Kolleg*innen aus den verschiedenen Handlungsfeldern der politischen Bildung und aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zu diskutieren.

Hier geht es zur Anmeldung. Weitere Informationen können hier gefunden werden.

Kontakt
Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Hardenbergstraße 22-24 | 10623 Berlin
Tel.: 030 902274966

Thomas Gill
Tel.: (030) 90227 4961
E-Mail: thmsgllsnbjfbrlnd
Web: www.berlin.de/politische-bildung


Quelle: www.berlin.de/politische-bildung (11.02.2021)

 
 

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