YouTube, Snapchat & Co: Politische Bildung und Medienbildung zwischen Jugendmedienschutz und digitaler Teilhabe

Fachbeiträge, Podiumsdiskussionen und Workshops für Pädagog*innen und Produzierende von Kindermedien.

Ort

Filmtheater am Friedrichshain, Bötzowstraße 1-5, 10407 Berlin Haus Königstadt Saarbrücker Straße 24, 10405 Berlin

Veranstalter
​Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin e.V. gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

Termine
Do, 29.11.2018, 12:30 Uhr - 20:00 Uhr

Die diesjährige Fachtagung von KLAPPE AUF! für Demokratie und Kinderrechte nimmt ein Spannungsfeld in den Fokus, das sich als ebenso unlösbar wie auch relevant für die politische und mediale Bildungsarbeit darstellt:

Für soziale Teilhabe ist die digitale Teilhabe in unserer mediatisierten Welt  mittlerweile eine Voraussetzung. Und ohne Teilhabe gibt es keine Demokratie. Laut UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder das Recht auf den Zugang zu Medien. Allerdings sind die großen und auch bei Kindern beliebten sozialen Netzwerke und Messenger erst ab 13 Jahren, im Internet gibt es so gut wie keine zuverlässigen Alterskontrollen. Die Niedrigschwelligkeit des Zugangs erleichtert wiederum  Phänomene wie Hassrede und Cybermobbing, vor denen die Kinder aber laut der Kinderrechtekonvention geschützt werden müssen.

Der Zugang für Kinder zu Medien bewegt sich daher immer im Spannungsfeld zwischen Jugendmedienschutz und digitaler Teilhabe. logo!, die Nachrichtensendung des ZDF für 8-12jährige Kinder, hat seit diesem Jahr einen Instagram-Account. Soll auf einer Plattform ab 13 Jahren überhaupt ein Angebot für 8-12jährige Kinder verbreitet werden? Und sie zur Interaktion auffordern?

Ziel der Tagung ist, Handlungsempfehlungen und Best-Practice-Beispiele für Pädagog*innen und Produzierende von Kindermedien aufzuzeigen und zu diskutieren. Die Tagung stellt in Fachbeiträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops u.a. folgende Fragen:

  • Wie können die beiden in diesem Kontext vermeintlich widersprüchlich erscheinenenden rechtlichen Ansprüche in digitalen Angeboten für Kinder gemeinsam berücksichtigt werden?
  • Wie lassen sich die rechtlichen Grundlagen berücksichtigen und gleichzeitig Kinder und Jugendliche erreichen?
  • sollten pädagogische Projekte und Angebote immer nur die Plattformen einbeziehen, die für das Alter der Zielgruppe freigegeben sind oder sollten diese Angebote nicht erst recht mit  Kindern thematisiert werden, um sie für die Chancen und Risiken zu sensibilisieren?
  • Ist "echte" Teilhabe für Kinder in digitalen Medien nur unter Einschränkung ihres Schutzes möglich?

Anmelden können Sie sich hier.

 
 

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